Baden-Württemberger - in der Mongolei

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Zwischen dem 14.06. und dem 19.06.2014 waren 2 Vorstandsmitglieder, Dr. des. Dolgor Guntsetseg und Bat-Ederne Tserendondog Teil einer von Dr. Nils Schmid, stellvertretender Landesminister sowie Minister für Wirtschaft und Finanzen in Baden-Württemberg, geleiteten Delegationsreise in die Mongolei. Insgesamt 33 Personen, bestehend aus Unternehmern, Politikern, Mitgliedern der IHK und „BW International“, nahmen an der von der deutschen Botschaft, der GIZ und des Deutsch Mongolischer Unternehmerverband (DMUV) organisierten Reise teil. Anlass der Reise war eine wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Länder sowie die zunehmende Konjunktur in der Mongolei, bedingt durch die ansteigende Rohstoffförderung in der Mongolei.

„Unser Ziel für diese Reise war es zunächst, zu vermitteln und als neutraler Beobachter zu fungieren, also eine Art Brückenbauer zu sein“, betont Teilnehmerin und Vorstandsvorsitzende des Vereins der mongolischen Akademiker Dr. des. Dolgor Guntsetseg. „Gleichzeitig wollten wir durch diese Reise Kontakte knüpfen, so dass wir dem Verein eine dauerhafte finanzielle Basis zuführen können“. Die tiefgründige Auseinandersetzung mit der deutschen und der mongolischen Kultur sowie die daraus resultierende interkulturelle Kompetenz haben beide Teilnehmer in eine Vermittlerrolle gebracht.

Bereits Sonntag früh, kurz nach der Landung in Ulaanbaatar begann ein straffes Wochenprogramm. „Leider hatten wir aufgrund der verspäteten Landung nur kurz Zeit, unsere Familien zu besuchen“, so Tserendondog. So ging es am Sonntag mit einer ganztägigen Besichtigung eines Bergwerks des Unternehmens „BOROO Gold" los. Hier wurde vor allem auf die  Umweltschutztechnik und die Mitarbeiteranstellung fokussiert, Aspekte, die „BOROO Gold“ sehr wichtig seien. Nach der Besichtigung sowie dem Fahren in den zur Mine gehörenden Trucks (Tserendondog: „Kindheitsträume, die in Erfüllung gehen“), endete der anstrengende aber hochinteressante Tag schließlich am Abend mit einer herzlichen Begrüßung des Botschafters und anschließendem Buffet.

Am Montag, den 15.06., trafen die anderen Delegierten ein, was zu einem kurzen Briefing und einer darauffolgenden Stadtbesichtigung Ulaanbaatar führte. „Interessant war vor allem das Buddhistische Zentrum sowie die Klosterführung“, betont Tserendondog. Ein weiterer Anlaufpunkt war das historische Museum mit seiner Ausstellung „Die Erbe der Steppenkrieger“.

Nach einem kurzen Mittagessen begann schließlich mit der Organisation eines runden Tisches der politische Teil der Reise. Besprochen wurden unter anderem die wirtschaftliche Lage sowie das Bruttoinlandsprodukt der Mongolei. Schwerpunkt der Diskussion waren die Schwächen der mongolischen Wirtschaft, beispielsweise bestehen 90% der mongolischen Exportgüter aus Rohstoff. Anlässlich des mongolischen Wirtschaftstages gab es zusätzlich einige Messestände sowie diverse Redner, darunter der mongolische Wirtschaftsminister Herr N. Batbayar, die den Abend informativ ausklingen ließen.

Am darauffolgenden Dienstag teilten sich die Delegationsreisenden in eine wirtschaftliche und eine politische Gruppe auf, Dolgor Guntsetseg und Bat-Ederne Tserendondog durften zunächst der politischen Gruppe beiwohnen.

Ein weiterer Bestandteil des Tages war eine offene Diskussion mit der Ministerin für Umwelt und grüne Entwicklung. „Vor allem Frau Sanjaasuren Oyun ist eine beeindruckende Persönlichkeit. Wir sind beide gleichermaßen stolz und glücklich, dass sich eine so starke Frau mit ausgeprägter Persönlichkeit um politische Themen kümmert“, betonen Guntsetseg und Tserendondog. In einem anschließenden Gespräch durften beide Oyun näher kennenlernen und konnten über das Umweltbildungsprojekt, das vom VMA initiert und zusammen mit dem Umweltbildungszentrum durchgeführt wird, ezählen. Nach einem Treffen mit dem mongolischen Finanzminister Ch. Ulaan wurde schließlich der „Polarstern“, der höchste zu vergebende mongolische Orden, dem Honorarkonsul Herrn Dr. Andreas Pitum verliehen.

Am Nachmittag ging es mit einer Pressekonferenz des SWR, der mongolischen Tagesezeitung „Udriin sonin“ und dem Online-Magazin „Eagle.mn“ weiter. Der Tag mündete in einem Treffen mit Vertretern der in der Mongolei niedergelassenen deutschen Unternehmer und einem gemeinsamen Abendessen. „Es gab übrigens an keinem unserer gemeinsamen Essen mongolische Gerichte. Das hat uns verwundert, da die mongolischen Spezialitäten ein großer Bestandteil der Kultur sind“, wundern sich Guntsetseg und Tserendondog.

Nach einer Pressekonferenz war Zeit für eine kurze Pause für beide Mitglieder, in der die Möglichkeit bestand, sich auszutauschen und den letzten Tag gemeinsam zu planen.

Der Mittwoch begann morgens mit einem Besuch der Firma APU, die diverse Getränke produziert, in erster Linie jedoch für ihren Wodka bekannt ist. Der Fokus des Besuchs lag auf der Abteilung für Milchproduktion, da sie seit Februar 2014 mit deutschen Technologien ausgestattet ist. Dies war für alle Delegierten Anlass genug, sich die Benutzung der Maschinen detaillierter anzusehen.

Als vorletzter Programmpunkt der Reise ging es gegen Mittag in das Naturgebiet Tuul River Lodge  außerhalb der mongolischen Hauptstadt. Die Abschlussbesprechung der Delegationsteilnehmer wurde in einem traditionellen mongolischen Zelt, gehalten. Frau Ute Kumpf, ehemalige Bundestagsabgeordnete und Herr Dr. Pitum verwiesen die engagierte Vereinsarbeit des VMA und auf das hochgradige Potenzial der Akademiker-Mitglieder des Vereins für eine Zusammenarbeit zwischen den deutsch-mongolischen Unternehmen und sonstigen Einrichtungen.

Am Abend fand die gemeinsame Reise in einem Empfang von der deutschen Botschaft in Ulaanbaatar ihren Abschluss. Dr. Nils Schmid fasste die Eindrücke und Erlebnisse der vergangenen Tage zusammen und verwies deutlich auf eine potentielle Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und der Mongolei. Dabei ging er vor allem auf die Notwendigkeit einer professionellen Ausbildung von Fachkräften, das Errichten einer vollständigen und effizienten Infrastruktur und der damit im Zusammenhang stehende Umweltschutz ein. Kulturelle Darbietungen wie Folkloremusik, Tanz und eine Modenschau in traditionellen Trachten rundeten den Abend und die Reise ab.

Nach einigen Geschäftstreffen, Eindrücken, Reden und Empfängen neigt sich die Reise für Dolgor Guntsetseg und Bat-Ederne Tserendondog  dem Ende zu. Es sei eine wichtige Reise für sie und den Verein der mongolischen Akademiker gewesen, zudem habe man die Möglichkeit gehabt, Kontakte zu knüpfen und herausragende Persönlichkeiten in der mongolischen Politik kennenzulernen, betonen beide. So habe man genug Gelegenheiten gehabt, um den Fortbestand des Vereins in finanzieller Hinsicht durch die Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen zu sichern.

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