
Der Verein mongolischer Akademiker freut sich, ankündigen zu dürfen, dass kürzlich ein neues Umweltbildungsprojekt in die Wege geleitet und in Zusammenarbeit mit dem Umweltbildungszentrums(UBZ) der Nationaluniversität der Mongolei in Ulaanbaatar durchgeführt wird. Dieses Projekt soll zur Entstehung des nachhaltigen Umweltbildungssystems in der Mongolei beitragen, Anlass dafür ist ein mangelndes Umweltbewusstsein innerhalb der mongolischen Bevölkerung. Dies führt zu einer konsequenten unkontrollierbaren Umwelt- und Trinkwasserverschmutzung in der mongolischen Hauptstadt.
Da zudem in der Mongolei kein vergleichbares Projekt in der Mongolei besteht, arbeiten beide Organisationen unter Hochdruck daran, dieses Projekt so schnell wie möglich ins Rollen zu bringen um der angedachten Zielgruppe, den jüngeren Anteil der mongolischen Bevölkerung, möglichst schnell die Chance zu geben, sich interaktiv und spielerisch mit der Natur, mit ökologischen System und der Umweltverschmutzung zu beschäftigen. Vorgesehen sind die Sanierung und Umgestaltung des bestehenden Gewächshauses des UBZ zu einem Erlebnisgewächshaus mit 10 interaktiven Lehrstationen, die Erstellung eines neuen, innovativen Konzepts für das UBZ und die Ausarbeitung eines Drehbuches für eine umweltbildende Kindersendung. Das Projekt ist auf ein Jahr befristet und endet am 28.02.2015.
Verantwortlich für die Sanierung des Gewächshauses zeichnen sich die Experten des UBZ. Es sollen 10 interaktive Lernstationen zu relevanten Umweltproblemen geschaffen werden, die jungen Menschen einen spielerischen Zugang zum Umweltschutz ermöglichen soll. Kinder und Jugendliche sollen die Möglichkeit bekommen, Natur zu erfahren und zu erleben, dabei soll der Lernfaktor natürlich nicht zu kurz kommen. Durch altersgerechte Lernprogramme an den einzelnen Stationen wird einerseits der Zugang zur Materie erleichtert, andererseits wird so ein hoher Lernerfolg gesichert.
Parallel dazu ist die Entsendung eines Experten aus einem deutschen UBZ nach Ulaanbaatar vorgesehen. Aus seinen Erfahrungen und Ideen soll ein innovatives Programm für das mongolische UBZ ausgearbeitet werden. Während des vorgesehenen 3-wöchigen Aufenthalts wird er anhand der Status Quo ein Konzept für ein neues erlebnisreiches Umweltbildungszentrum mit den Mitarbeitern des UBZ ausarbeiten. Der VMA leitet die Suche nach einem geeigneten Kandidaten in Deutschland.
Das dritte und letzte Ziel dieses Projektes besteht in der Entwicklung eines Drehbuches einer mehrteiligen Kindersendung zum Thema Umwelt. Angelehnt an deutsche Sendungsmodelle wie „Wissen macht Ah!“ sollen hier Kinder spielerisch an das Thema Umwelt herangeführt werden. Die Mitglieder des VMA werden hier aktiv Ideen und Vorschläge aller Art sammeln, die wiederum von der professionellen Drehbuchautorin Oyuttsetsen Gurbazar in ein vollständiges Drehbuch umgesetzt werden. So sind insgesamt circa 20 Folgen geplant, die einen umfassenden, jedoch auch altersgemäßen Einblick in das Thema Umwelt geben sollen.
Während der gesamten Projektlaufzeit werden die Mitglieder des VMA e.V. und die Mitarbeiter des UBZ, unter Leitung Frau Dr. R. Sunjidmaa, Expertin in Zoologie, Botanik und Naturschutz zusammenarbeiten. Beide Seiten freuen sich auf eine angenehme und ergiebige Kooperation.
Die Medienpräsenz dieses Projektes ist in der Mongolei durch die Umsetzung der oben genannten Kindersendung geplant. Darüber hinaus ist, neben Broschüren für die Umstrukturierung des UBZ, ein Interview in der „Nogoon erel“, dem mongolischen Pendant zur deutschen „GEO“, vorgesehen. Weiterhin werden alle Interessierten in Deutschland über die Vereinshomepage regelmäßig mit Bildern versorgt werden.
Der VMA e.V. in Stuttgart und das UBZ in Ulaanbaatar freuen sich auf die erfolgreiche Umsetzung dieses Projektes und hofft, mit diesem Projekt einen bleibenden Eindruck und ein tiefer gehendes Umweltbewusstsein in der mongolischen Bevölkerung, insbesondere bei den Jugendlichen und Kindern zu hinterlassen.