Protokoll der ordentlichen Mitgliedervollversammlung 2013

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Datum: 19. Januar 2012

Ort: Universität K2,

Raum 17.92,

Keplerstraße 17,

70174 Stuttgart

Uhrzeit: 16.00 – 17.31 Uhr

Anwesend: Es sind 14 Mitglieder anwesend.

Versammlungsleiter Herr Elbegtsenguun Sukhee

Protokollführerin: Frau Saintsetseg Jigden

Wegen der Verspätung der Mitglieder beginnt die jährliche ordentliche Mitglieder-versammlung am Samstag, den 19. Januar 2012, um 16.00 Uhr (statt 15:00) mit folgender Tagesordnung (TO):

  1. Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
  2. Bericht der durchgeführten sowie der geplanten Aktivitäten
  3. Bilanzbericht
  4. Entlastung und Neuwahl des Vorstandes
  5. Verschiedenes / Diskussionen

TO 1.   Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit

Als Versammlungsleiter eröffnet das Vorstandsmitglied Herr Elbegtsenguun Sukhee die Versammlung und stellt die oben genannte Tagesordnung vor. Es wurde festgestellt, dass die Mitgliederversammlung ordnungsgemäß einberufen wurde und damit auch laut Vereinssatzung (§ 10 Nr. 7) beschlussfähig ist. Die mit dem Einladungsschreiben übersandte Tagesordnung wurde wie oben verlesen und einstimmig abgestimmt.

 

TO 2.   Bericht der durchgeführten Aktivitäten

Die Vereinsvorsitzende, Dr. des. Guntsetseg Dolgor stellt die bisher durchgeführten Vereinsaktivitäten kurz vor und gibt dem stellvertretenden Vorsitzenden, Herrn Bat-Erdene Tserendondog ein Teil vom Bereich Bildung weiter.

Er gibt Informationen über die „Solongo“ Schule: Sie wurde im Jahr 2009 von einigen Eltern und Vereinsmitgliedern gegründet, um den hier aufwachsenden Kindern ihre Muttersprache und Kultur weiterzugeben. Obwohl die Schule ohne staatliche finanzielle Unterstützung seit vier Jahren existiert, wird sie immer mehr stabiler, beliebter und bekannter. Sie gibt sogar als Vorbild und erfahrene Schule den anderen mongolischen neuen Schulen („Od“ in München, „Narkhan“ in Berlin und „Erdem“ in Nürnberg) ihre Erfahrung weiter und freut sich auf eine gute Zusammenarbeit in der Zukunft.

Im neuen Schuljahr (10.2012 – 07.2013) beginnt die Schule mit 3 Klassen, die nach den Figuren aus einem mongolischen Märchen „Эвтэй дөрвөн амьтан” (dt. „Die friedvollen 4 Tiere“) genannt wurden (Elefant, Hase, Affe, Taube)

  • Die Krabbel-und SpielgruppeElefant" hat 6 Kinder, die 2 - 3 Jahre alt sind.  Die Eltern begleiten ihre Kinder jeden Samstag (außer Schulferien) von 10.00 bis um 11.00 Uhr in die Schule und bringen ihnen Mongolisch unter der Begleitung von Frau Tugsjargal Sengedoo und Ganbileg  Ochirbat spielerisch bei.
  • Die Vorschulgruppe Hase" hat 7 Kinder (5-7 Jährigen) und der Unterricht findet von 12:30 bis um 14:00 Uhr unter der Leitung von Frau Oyuntulkhuur Ulzii statt.
  • Frau Otgontsetseg Jesser unterrichtet von 11.00 – 12.30 Uhr in der Schulgruppe Taube“, in der 9 Kinder zwischen 8 - 12 Jahren sind und ihre Kenntnisse im Mongolischen vertiefen.

Insgesamt sind 22 Kinder zum neuen Schuljahr angemeldet und somit hat sich die Teilnehmerzahl der Solongo Schule im Vergleich zum letzten Jahr verdoppelt.

Nach dieser Information macht Herr Bat-Erdene Tserendondog die Mitglieder auf die Veranstaltungstermine und Berichte der Schule auf der Vereinshomepage (www.vma-ev.com) aufmerksam und gibt Frau Guntsetseg Dolgor den Vortrag weiter.

 

Die weiteren durchgeführten Aktivitäten des Vereins gibt sie wie folgend bekannt:

  • Noch weitere Bildungsarbeit des Vereins war der Englischkurs, der vom 08. November 2011 bis zum 03. Juli 2012 immer freitags von 17.30 bis 19.00 Uhr an der Uni – Stuttgart stattfand und
  • Der Workshop zum Thema “Potenzielle Arbeitgeber in der Mongolei – Wie bewerbe ich mich am besten für einen Job?“, der am 27. Januar 2012, von 19.00 – 21.00 Uhr durchgeführt wurde.

 

Zu den sozialen und kulturellen Veranstaltungen gehören folgende Aktivitäten:

  • Der 4 Mal (nach Jahreszeiten) durchgeführter Stammtisch
  • Das mongolische Neujahresfest „Tsagaan sar“ fand am 25. Februar 2012 im Stuttgarter Alten Feuerwehrhaus öffentlich, vielfältig und erfolgreich zum ersten Mal statt. Das Fest wurde durch Stuttgarter Kulturamt, GAUFF GmbH & Co. Engineering KG und Pan Europa Transport (Süd) GmbH zum Teil finanziell unterstützt.
  • Am Sommerfestival der Kulturen nahm der VMA von 11. - 13. Juli (Verein) und am 15. Juli 2012 („Solongo“ Schule) wie jedes Jahr teil. Während der Darstellung unseres Landes und Vereins verkauften wir Buuz, mongolische Buttertee, selbstgebackene Boorzog und mongolische Vodkas, um den Verein und die Schule finanziell zu unterstützen.
 
  • Unser traditioneller Fahrradausflug wurde am 9. Juni 2012 mit 9 Teilnehmern an den Bodensee organisiert.
  • An einem interkulturellen Fest unter dem Motto „Wer sich bewegt, bewegt“, dass am 03.10.2012 im Heslacher Generationenhaus von einer Migranteninitiative veranstaltet wurde, nahm der VMA e.V. teil.  Dabei verkauften Vorstandsmitglieder Frau Saintsetseg Jigden und Bat-Erdene Tserendondog ihre selbstgemachten Buuz und spendeten die gesamten Einnahmen an die Organisatoren bzw. Künstler, die das Fest mit ihrer kulturellen Darbietungen bereichert haben.
  • Ein besonders schönes Fest war die traditionelle Weihnachtsfeier der „Solongo“ Schule, die am 15. Dezember 2012 von 15.00 – 20.00 Uhr stattfand. Bei dieser Feier waren insgesamt 152 Menschen (82 Erwachsene und 70 Kinder), die sich übereinander freuten und miteinander schöne spannende Zeit verbrachten.
  • Zu einer unserer traditionellen Aktivitäten gehört das gemeinsame Essen vor dem Neujahr. Dieses fand am 29. Dezember 2012 im Restaurant „GINZA“ in Hedelfingen statt. Besonders spannend war das Wichteln.

 

Der VMA e.V. nahm im März 2012 an der Projektausschreibung Strukturförderung für Migrantenvereine vom Forum der Kulturen e.V. teil und wurde von über 40 Migrantenvereinen als förderungswürdig (insgesamt 11 Siegervereine)  ausgewählt. Ab Juli 2012 erhält der Verein für zweieinhalb Jahre finanzielle Fördermittel vom Europäischen Integrationsfond und Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Ziel des Projekts ist es, die Strukturen von bürgerschaftlich engagierten Migrantenvereinen nachhaltig zu stärken.

Mit Hilfe dieser Fördermittel konnte der Verein im ersten Förderjahr (01. Juli – 30. November 2012) die Grundbasis wie Personal, Büroraum, -möbel, -zubehör, neue Homepage und Infomaterialien (Broschüre, Flyer) schaffen. Dadurch hat der VMA e.V.  die Möglichkeit, den Verein zu stabilisieren, erweitern und die Vereinsstruktur zu verbessern.

Unser Büro befindet sich im Stadtzentrum in der Friedrichstraße 23a im 4. Stock. Die Vereinskoordinatorin, Frau Oyuttsetsen Gurbazar ist für die Büroorganisation, Vereinskommunikation und -koordination zuständig und bietet dienstags von 14.00 bis um 16.00 Uhr und donnerstags  von 09.30 bis um 11.30 Uhr Sprechstunden an.  

Nach einem ausführlichen Abschlußbericht und der dazugehörigen finanziellen Abrechnung  wurde die 1. Förderphase vom Projektträger Forum der Kulturen e.V. als erfolgreich durchgeführt anerkannt und somit wurde die Förderung für das 2. Förderjahr (Dezember 2012 – November 2013) weiterhin genehmigt worden.

Noch ein besonders wichtige Erweiterung der Vereinsaktivitäten  war es, dass der VMA e.V. seit Mai 2012 entwicklungspolitisch aktiv arbeitet. Um die Umsetzbarkeit der entwicklungspolitisch relevante Projektideen zu prüfen und mit den potentiellen Kooperationspartnern Kontakt aufzunehmen, führten Frau Guntsetseg Dolgor und Frau Saintsetseg Jigden in den Sommerferien in der Mongolei Vor-Ort-Arbeiten und brachten folgende Projektekonzepte mit:

  1. Umweltbildungszentrum

Hierbei geht es um eine vielfältige Initiative, die Wissen und Erkenntnisse über das ökologische System und über die Naturschutz einem breiten Publikum, insbesondere Schüler und Studenten zugänglich zu machen versucht, um so ein allgemeines Umweltbewusstsein zu bilden.

 

  1. Gemüseanbau und Solar-Gewächshäuser

Es geht um ein Projekt, in dem hilfebedürftige Haushalte (alleinerziehende Mütter und Behinderte), die im Vorort Nalaikh leben, in Gemüseanbau und auch im Bau der Solar-Gewächshäuser ausgebildet und trainiert werden, damit diese Haushalte ihr Lebensmittelbedarf selbst decken und darüber hinaus durch den Handel von Gemüse ihr Einkommen verbessern können.

  1. Blindeneinrichtung

Der VMA e.V. reichte Ende Juli 2012 einen Projektantrag bei SEZ/BW-Stiftung ein, in dem es um die Förderung der Blindeneinrichtung in Ulaanbaatar geht. Die Blindeneinrichtung ist ein produzierender Betrieb, der den sehbehinderten und körperlich behinderten Menschen Beschäftigung mit festen Einkommen ermöglicht. Leider wurde der Antrag nicht bis zur Fördergenehmigung geschafft, trotzdem, sagt Frau Guntsetseg Dolgor, müsse man das Projektkonzept noch mal aufarbeiten und bei der nächsten Ausschreibung wieder einreichen.

  1. Büchersammlung für Bookbridge

Bookbridge ist ein Sozialunternehmen an der Schnittstelle von Bildung und Unternehmertum, das in der Mongolei und Kambodscha mit 14 finanziell eigenständigen Lernzentren den Zugang zur Bildung ermöglicht. Mögliche Zusammenarbeit mit Bookbridge des VMA e.V. liegt in:

  • Sammeln von englisch- und deutschsprachigen Bücher und Lieferung an Bookbridge in Freiburg
  • Personelle Unterstützung bei den Provinzbibliotheken

 

Nähere Informationen über die einzelnen Projektideen sind im Jahresbericht 2012 aufgeführt. Außerdem ruft die Vorstandsvorsitzende auf, dass jede Idee und Hilfe der Mitglieder gern willkommen sind. Der Verein legt großen Wert darauf, dass gute Ideen besonders gefördert werden sollen, die der gesellschaftlichen Entwicklung der Mongolei dienen.

 

Um den Verein bekannt zu machen und uns weiterzuentwickeln nahmen Vorstands- und Vereinsmitglieder an verschiedenen Seminaren und einer Vereinsmesse teil:

  • Im Rahmen der entwicklungspolitischen Projekte in der Mongolei besuchten Stellvertretender Vorsitzender Bat-Erdene Tserendondog und Vereinsmitglied Erdenechuluun Deleg den CIM-Weiterqualifizierungsseminar „Antragstellung und Projektplanung“  am 29.-30. September 2012 in Frankfurt am Main.
  • Am 27. Oktober 2012 nahm die Vorsitzende  Dr. des. Guntsetseg Dolgor am  Tages-Coaching in Mannheim teil, um bei der Antragstellung professionelle Hilfe und Feedbacks zu den einzelnen Projektideen zu bekommen.
  • Am 23. und 24. November 2012 wurde eine Tagung zum Thema „Kooperation und Netzwerkbildung“ vom Forum der Kulturen e.V. und der Stuttgarter Partnerschaft „Eine Welt“ veranstaltet, um die Aktivitäten und damit verbunden Probleme und Schwierigkeiten der entwicklungspolitisch aktiven Migrantenorganisationen näher kennenzulernen, sie zu unterstützen und mit ihnen zu kooperieren. Der VMA e.V. nahm an der Tagung mit einem kurzen Vortrag teil. In diesem kurzen Vortrag stellte Frau Guntsetseg Dolgor zunächst die geplanten entwicklungspolitisch relevanten Aktivitäten des Vereins vor und wies anschließend die Zuhörer darauf hin, dass die entwicklungspolitisch aktive Migrantenorganisationen hoch professionelle Arbeit leisten, die einer hauptamtlichen Tätigkeit gleichzustellen ist und deswegen sie vielmehr für ihre strukturelle Grundbasis unterstützt werden sollten, wie das Forum der Kulturen e.V. mit dem Projekt „Strukturförderung der Migrantenvereine“ beispielhaft tut.
  • Zum ersten Mal nahm der VMA e.V.  an der 4. Vereinsmesse, die vom Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) mit Hilfe von Ethiopian German Forum e.V. am 19. und 20. Oktober 2012 in Köln organisiert wurde. Das Ziel der Messe war den Ausstellern die Möglichkeit zu geben, sich untereinander kennenzulernen, ihre Erfahrungen  und Ideen auszutauschen, voneinander zu lernen, Kontakte zu knüpfen und Netzwerke zu bilden. Auf der Messe präsentierten sich 43 Migrantenvereine und Organisationen, die entwicklungspolitisch aktiv engagieren. Den VMA e.V. vertraten Vorstandsmitglied Saintsetseg Jigden und Vereinskoordinatorin Oyuttsetsen Gurbazar mit großem Erfolg.

Um die Berichte des Jahres 2012 zuerst zu Ende zu bringen, gibt Frau Guntsetseg Dolgor der Kassenwartin Frau Gantsetseg Ganbold die Präsentation weiter.

>>Das gesamte Protokoll finden Sie HIER als PDF<<