Das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) organisierte am 19. und 20.10.2012 die 4. Vereinsmesse für entwicklungspolitisch aktive Migrantenorganisationen (MO) in Köln. Daran nahm der VMA zum ersten Mal teil. Dieses Jahr präsentierten sich insgesamt 43 Vereine und Organisationen.
Das Ziel der Messe war den Ausstellern die Möglichkeit zu geben, sich untereinander kennenzulernen, ihre Erfahrungen und Ideen auszutauschen, voneinander zu lernen, Kontakte zu knüpfen und Netzwerke zu bilden.
Nach der Eröffnung der Messe, am Freitag, den 19.10.2012 um 19:00 Uhr fand eine Podiumsdiskussion zum Thema „Migrantinnen als Brückenbauer & engagierter Teil der deutschen Zivilgesellschaft“ statt. Daran beteiligten sich Vertreter von CIM / GIZ, Bund-Länder-Kommunen, Migration und Beschäftigung (BMZ), Servicestelle der Kommunen in der einen Welt (SKEW), Globale Entwicklung, Engagement Global, Staatskanzlei des Landes NRW, Kolumbianischen und Marokkanischen Verein und Afrikanischen Dachverband. Nach der Diskussion mit dem Publikum gab es gemeinsames Essen mit Live-Musik, das den Abend abrundete.
Am Samstag, den 20.10.2012 wurde die Messe weiter mit Rückblick, Bilanz 2012 und Ausblick von CIM und Diskussion mit dem Publikum fortgesetzt. Während der Veranstaltung konnten sich die Teilnehmer bzw. Aussteller an verschiedenen Thementischen, auf dem Markt der Möglichkeiten und an den Ständen näher kennenlernen, ihre Ideen austauschen, ihre Projekte vorstellen und sich vernetzen.
Es war faszinierend zu erleben, welchen Beitrag Migranten zur Entwicklung ihres Heimatlandes leisten und wie sie durch nachhaltige entwicklungspolitische Projekte gesellschaftliche sowie wirtschaftliche Probleme angehen und Lösungen zuführen.
Z.B.: Von Deutsch-kolumbianischem Freundeskreis e.V. wurde eine Art von Süß-Kartoffeln „Papachina“ vorgestellt in dem sowohl die Anbaumöglichkeiten, die Qualifizierung der Leute, Ihr Lebensunterhalt und ihre Lebensbedingungen die Grundlage der Planung und Realisation waren. Aus „Papachina“ wurden Stärke und Mehl, aus Mehl Brot und andere Mehlprodukte hergestellt, verkauft und eine ganze Region „gesünder ernährt“. Das ist ein herausragendes Beispiel für nachhaltige Entwicklung.
Diese Erfolgsgeschichte und andere durchgeführten Projekte der Aussteller bestätigten nochmal, daß sich Engagement lohnt. Sie sind Brückenbauer zwischen zwei Kulturen.
Die Messe mit ihren vielfältigen Programmen war für uns sehr informativ, anregend und motivierend. Vielen Dank an Organisator CIM und Veranstalter Ethiopian German Forum e.V.
Saintsetseg Jigden & Oyuttsetsen Gurbazar