bergbau

„Bürgerschaftliches Engagement in MSO – Potenziale , Voraussetzungen und Kooperationserfahrungen"

Thema:
„Bürgerschaftliches Engagement in MSO – Potenziale , Voraussetzungen und Kooperationserfahrungen"

Inhalt und Ziel:

Im Nationalen Integrationsplan wurde Konsens darüber erreicht, dass Migrantenorganisationen anerkannter Teil der vielfältigen Landschaft bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland sind. In Hinblick auf die aktive Beteiligung von MigrantInnen hat in Deutschland in den letzten Jahren ein Umdenken stattgefunden. Lange Zeit wurden MigrantInnen eher als Zielgruppe von sozialarbeiterischem und ehrenamtlichem Handeln gesehen. Ihre eigenen Beiträge aber - abgesehen von gewerkschaftlichen und politischen Betätigungen - nahm man eher als kulturelle oder religiöse, aber gesellschaftlich wenig relevante Aktivitäten wahr. Dass man MigrantInnen selbst als aktive Teilnehmende und Gestaltende der Gesellschaft sieht, ist also relativ neu, wobei die Formen der Beteiligung von MigrantInnen oftmals anders als erwartet und für die deutsche Bevölkerung ungewohnt sind. Das vorherrschende Konzept von Engagement, das durch eine west-europäische Sicht geprägt und häufig auf formelles Engagement in Vereinskontexten reduziert ist, verkennt dass MigrantInnen selbst ihre Traditionen von Engagement mitbringen. „Die Engagementpotentiale von MigrantInnen sind groß und vielfältig. Die öffentliche Wahrnehmung sowie das Wissen über die Bedeutung dieses Engagementpotentials kommen allerdings meistens zu kurz, da das Selbsthilfepotenzial von MSO und deren Integrationsarbeit für die Gesamtgesellschaft unterschätzt wird. So werden MSO erst seit wenigen Jahren als Ansprechpartner für eine aktive Integration von MigrantInnen wahrgenommen und eingeschränkt in projektbezogene Aktivitäten mit eingebunden. Damit der Begriff "interkulturelle Öffnung" zwischen MigrantInnen und der Mehrheitsgesellschaft über eine bloße Verwendung von Schlagworten hinaus, tatsächlich mit Leben erfüllt wird, spielt die Vernetzung von MSO mit deutschen Organisationen und Institutionen eine wichtige Rolle: Dadurch wird die Anerkennung des bürgerschaftlichen Engagements gefördert und ein Transfer von Kompetenzen zwischen den Organisationen ermöglicht. Dazu sind gegenseitige Informations- und Kontaktmöglichkeiten nötig. Am Beispiel der Erfahrungen des Forums der Kulturen wird das vielfältige bürgerschaftliche Engagement von ausgewählten MSO in Stuttgart vorgestellt und konkrete Tipps und Empfehlungen für die Kooperation mit AkteurInnen aus der Sozialwirtschaft vermittelt.

am 09. Dezember 2013, 9.30 Uhr – 17.00 Uhr in Stuttgart

Zielgruppe: Fach- und Führungskräfte aus der Sozial- und Migrationsarbeit.
Referentin: Sara Alterio und Miriam Labas, Forum der Kulturen Stuttgart e.V.
Praxisbeispiele: - Dr. des. Dolgor Guntsetseg, Verein der Mongolischen Akademiker
e.V.
- Safianou Nassamou, Ghanaischer Verein
- Griechische Gemeinde Baden-Württemberg (angefragt)
- Mehmet Havlacι, Integra Bildungsverein
Veranstaltungsort: Die Veranstaltung findet in der Jugendherberge Stuttgart, Haußmannstr. 27, 70188 Stuttgart statt. Die Wegbeschreibung finden Sie unter folgendem Link: stuttgart.jugendherberge-bw.de/anreise

Datum: 
Montag, 9 Dezember, 2013